Ideal für · Erstbesucher

Drei Wochen Japan, die tiefere Route

Die 14-Tage-Erstbesucher-Route + ein siebentägiges Kyushu-Finale. Hakata-Yatai-Stände, der Aso-Caldera, das Ryokan-Tal von Kurokawa, Sakurajima über der Bucht, ein Vulkansandbad zum Schluss.

21Tage
8Städte
5Regionen
3Ryokan-Nächte
1Tokyo · 4 n2Kyoto · 3 n3Osaka · 3 n4Hiroshima · Tagesausflug5Takayama · 2 n6Hirayu Onsen · 2 n7Fukuoka · 2 n8Kumamoto · 1 n9Kurokawa Onsen · 1 n10Kagoshima · 2 n

Warum diese Route

Wir bauen diese Route in zwei klare Hälften: drei Nächte Tokyo, Kyoto und Osaka, dann Takayama und Hirayu als Bergpause, eine Brückennacht in Tokyo und schließlich sieben Tage Kyushu mit Fukuoka, Kumamoto, Kurokawa Onsen und Kagoshima. Hiroshima fällt als eigene Station weg und bleibt Tagesausflug. Der einzige echte Fallstrick: Im Winter werden die Aso-Busverbindungen unzuverlässig: wer Kurokawa im Schnee will, plant die Kyushu-Etappe trotzdem mit Puffer.

Tokyo

3 Nächte·Day 01–03

Warum Tokyo

Tokyo ist der Anfang und das Kalibrierungsproblem zugleich: zu viel, zu laut, zu verlockend, alles auf einmal zu wollen. Drei Nächte in Asakusa geben der Route einen ruhigen Anker im alten Osten. Sensō-ji gehört in die Dämmerung des ersten Abends, wenn die Beleuchtung angeht und die Nakamise-dōri noch nicht verstopft ist. Der zweite Tag gehört dem Westen: Meiji-jingū früh im Wald, dann südwärts durch Harajuku und Aoyama, Shibuya Sky zur Goldenen Stunde, Golden Gai danach. Der dritte Tag gehört Yanaka Ginza und dem Tsukiji-Außenmarkt zum Frühstück, bevor der Shinkansen am nächsten Morgen alles beschleunigt.

Weiter: Kyoto · 3 Nächte

Shinkansen Hikari·2 Std 40

Bahnhof Tokyo → Bahnhof Kyoto · ¥13.320 · JR Pass · OK

Kyoto

3 Nächte·Day 04–06

Warum Kyoto

Kyoto liegt nicht auf der Route, weil es berühmt ist, sondern weil drei Nächte genau die Zeit sind, die dieser Rhythmus braucht. Die Ostseite kommt zuerst: Kiyomizu-dera zur Öffnung, dann langsam hinunter durch Sannen-zaka zur Yasaka-Pagode, bevor die Reisebusse eintreffen. Der Philosophenweg und Ginkaku-ji gehören in den Nachmittag, Pontochō in den Abend. Tag drei gehört Arashiyama früh und Daitoku-ji danach: die Zen-Untertempel im Norden der Stadt sind fast immer leer und haben Gärten, vor denen man einfach sitzen sollte. Von hier geht es in vierzehn Minuten per Shinkansen weiter nach Shin-Osaka.

Weiter: Osaka · 3 Nächte

Shinkansen Hikari·14 Min

Bahnhof Kyoto → Shin-Osaka · ¥1.420 · JR Pass · OK

Osaka

3 Nächte·Day 07–09

Tagesausflug · Hiroshima

Warum Osaka

Osaka ist kein Zwischenstopp, sondern der Gegenentwurf zu Kyoto: lauter, hungriger, weniger auf Würde bedacht. Drei Nächte geben dir einen Reisetag, einen langen Ausflug nach Hiroshima und einen vollen Tag für die Stadt selbst. Das Friedensgedenkmuseum ist das Zentrum des Hiroshima-Tages – früh ankommen, bevor die Schulgruppen eintreffen, danach Hiroshima-Okonomiyaki in Okonomi-mura, Miyajima nur wenn noch Kraft da ist. Den Osaka-Tag gehst du langsam: Kuromon Ichiba am Morgen, Shinsekai mit dem Tsutenkaku am Nachmittag, das Glico-Zeichen in der Dämmerung, Abendessen in Dotonbori. Die Stadt braucht kein Programm – sie passiert von selbst.

Weiter: Takayama · 2 Nächte

Shinkansen Hikari + Wide-View Hida·3 Std 30

Shin-Osaka → Takayama · ¥12.500 · JR Pass · OK

Takayama

2 Nächte·Day 10–11

Warum Takayama

Takayama liegt auf dieser Route, weil es den Übergang von Städten zu Bergen markiert – und weil die Altstadt zeigt, wie Edo-zeitliches Japan ohne Restaurierungskitsch aussieht. Der Miyagawa-Morgenmarkt am Fluss ist der richtige Einstieg: früh, bevor die Tagesgäste ankommen, mit Pickles, Miso und getrockneten Kakis von Bauern aus den umliegenden Tälern. Danach gehören die drei erhaltenen Straßen von Sanmachi-suji, eine Sake-Verkostung bei Funasaka und das Takayama Jinya – Japans einziges erhaltenes Edo-Regionalbüro – zum Kern des Tages. Das Hida Folk Village auf dem Hügel westlich der Stadt rundet den Nachmittag ab; den Weg dorthin zu Fuß zu gehen ist kein Umweg, sondern Teil des Erlebnisses.

Weiter: Hirayu Onsen · 2 Nächte

Nōhi-Bus·1 Std

Takayama → Hirayu Onsen · ¥1.600 · Nur bar · kein JR Pass

Hirayu Onsen

2 Nächte·Day 12–13

Warum Hirayu Onsen

Hirayu Onsen liegt auf dem Weg nach Tokio, und genau das macht es zur richtigen Stelle für zwei Nächte. Der Nōhi-Bus klettert in einer Stunde von Takayama ins Okuhida-Tal; du steigst in einem Dorf aus, das zwischen fünf Thermalquellen und den nördlichen Japanischen Alpen liegt. Hirayunomori ist der redaktionelle Ryokan-Moment der Reise: Tatami, Kaiseki, Rotenburo früh am Morgen, wenn die kalte Bergluft gegen das Wasser steht. Wer einen Tag mehr braucht, fährt zur Shin-Hotaka-Seilbahn: 2.156 Meter, klares Wetter vorausgesetzt. Wer nicht fährt, macht es richtig: Bad, Mahlzeit, Bad, Schlaf.

Weiter: Tokyo · 1 Nacht

Nōhi-Bus + Azusa Limited Express·4 Std 10

Hirayu Onsen → Shinjuku · ¥9.900 · JR Pass · teils (nur Azusa)

Tokyo

1 Nacht·Day 14

Warum Tokyo

Tokyo schließt die erste Hälfte dieser Reise ab, nicht als Ziel, sondern als Brücke. Der Bus aus Hirayu bringt dich durch die Nagano-Berge nach Matsumoto, wo ein kurzer Stopp an der schwarzen Burg reicht (die rote Brücke, die Wassergräben, das Foto), bevor der Azusa dich zurück nach Shinjuku trägt. Buche kein aufwendiges Hotel: Ein ruhiges Business-Hotel nahe Tokyo Station hält den morgigen Shinkansen-Start kurz. Den Abend verbringst du am besten in Yūrakuchō unter den JR-Gleisen, Yakitori und Hoppy, ohne Zeremonie. Morgen beginnt Kyushu.

Weiter: Fukuoka · 2 Nächte

Shinkansen Hikari + Sakura·5 Std 30

Tokyo Station → Hakata · ¥24.510 · JR Pass · OK

Fukuoka

2 Nächte·Day 15–16

Warum Fukuoka

Fukuoka steht am Anfang des Kyushu-Finales, weil es die logischste Einfahrt ist und gleichzeitig eine Stadt, die sich nicht wie ein Pflichtprogramm anfühlt. Früh beim Kushida-Schrein zu sein bedeutet, Einheimische bei ihren Morgengebeten zu erleben, bevor der Tag sich füllt. Der Tagesausflug nach Dazaifu Tenmangū lohnt sich für den Schrein selbst und für den Komyozen-ji-Moosgarten direkt daneben, den fast niemand betritt. Den Abend gehören den Yatai-Ständen am Naka-Fluss: zehn Sitzplätze, Tonkotsu, Bargeld, fertig. Shin-Shin schließt den Tag mit ehrlichem Hakata-Ramen ab, ohne Schlange.

Weiter: Kumamoto · 1 Nacht

Kyushu Shinkansen Sakura·40 Min

Hakata → Kumamoto · ¥4.800 · JR Pass · OK

Kumamoto

1 Nacht·Day 17

Warum Kumamoto

Kumamoto ist der ruhigste Übergang der Kyushu-Woche: 40 Minuten mit dem Shinkansen, und du bist in einer Stadt, die noch immer heilt. Kumamoto-Schloss ist trotz laufendem Wiederaufbau sehenswert – der Hauptturm steht wieder, die Außenmauern sind begehbar, und das Goldblattdetail ganz oben ist das Foto des Tages. Danach gehört der Nachmittag Suganoya: Basashi, roher Pferdefleisch-Sashimi mit Ingwer und Knoblauch, klingt ungewohnt und schmeckt wie ein sauberes Steak Tartare. Wer Zeit hat, fährt mit der Tram weiter zum Suizenji Jōjuen, einem Landschaftsgarten aus dem 17. Jahrhundert, der erstaunlich leer bleibt.

Weiter: Kurokawa Onsen · 1 Nacht

Kurokawa Onsen

1 Nacht·Day 18

Tagesausflug · Mount Aso

Warum Kurokawa Onsen

Der Weg von Fukuoka nach Kagoshima macht hier einen bewussten Umweg, und der lohnt sich doppelt. Vormittags bringt die Hōhi-Linie dich in den Caldera von Mount Aso: 25 Kilometer breit, mit der rauchenden Nakadake-Spitze im Zentrum und Grasplateaus, die sich wie eine andere Welt anfühlen. Ob die Seilbahn zum Kraterrand offen ist, hängt vom Schwefeldioxid-Wert ab; prüfe die Gefahrenkarte im Vulkanmuseum gleich bei Ankunft. Nachmittags führt ein Bus ins bewaldete Tal von Kurokawa Onsen, wo dreißig Ryokan ohne Neon und ohne Ketten an einem Fluss liegen. Der Tegata-Holzpass erlaubt früh am nächsten Morgen noch drei verschiedene Rotenburo, bevor die Reise nach Kagoshima weitergeht.

Weiter: Kagoshima · 2 Nächte

Bus + Hōhi-Linie + Sakura Shinkansen·4 Std 30

Kurokawa → Kagoshima-Chuo · ¥9.230 · JR Pass · teils (nur Züge)

Kagoshima

2 Nächte·Day 19–21

Tagesausflug · Ibusuki

Warum Kagoshima

Kagoshima ist der Schlusspunkt der Route, und der Vulkan macht ihn unverwechselbar: Sakurajima raucht täglich über der Bucht, und die Fähre dorthin kostet kaum mehr als ein Kaffee. Der erste Abend gehört dem Sengan-en, dem Daimyō-Garten mit dem klassischen Blick aufs Wasser, und einem Kurobuta-Shabu-Shabu-Dinner in Tenmonkan. Tag 20 gehört Ibusuki: mit dem Tamatebako die Küste hinunter, 15 Minuten unter heißem Vulkansand im Saraku vergraben, Katsuo-Donburi gegenüber vom Bahnhof, nachmittags zurück. Den Senganen lohnt es sich am letzten Morgen zur Öffnung noch einmal zu sehen: das Licht über der Bucht ist dann ein anderes.

Weiter: Haneda

ANA/JAL Inlandsflug·1 Std 50 Luft + 90 Min Transit

Kagoshima → Haneda · ¥22.000 · JR Pass · nein

Routenkarte · 10 Städte
1Tokyo · 4 n2Kyoto · 3 n3Osaka · 3 n4Hiroshima · Tagesausflug5Takayama · 2 n6Hirayu Onsen · 2 n7Fukuoka · 2 n8Kumamoto · 1 n9Kurokawa Onsen · 1 n10Kagoshima · 2 n
1Tokyo2Kyoto3Osaka4Hiroshima5Takayama6Hirayu Onsen7Fukuoka8Kumamoto9Kurokawa Onsen10KagoshimaTokyo