Aomori Prefecture

Japans schneereichste Präfektur, wo Jomon-Ruinen, heilige Vulkangipfel und kobaltblaue Seen jenseits der Festivalmengen liegen

Die Präfektur Aomori ist Touhokus nördliches Tor und verbindet das Spektakel des Nebuta-Festivals und die Kirschblüten von Hirosaki mit atmosphärisch dichten verborgenen Ecken wie dem heiligen Berg Osore und den kobaltblauen Juniko-Seen. Dieser Überblick kartographiert die Städte der Präfektur, Top-Sehenswürdigkeiten und geheime Juwelen, um dir bei der Planung eines Besuchs zu helfen, der weit über die touristischen Highlights hinausgeht.

Aomori-Präfektur liegt an der nördlichsten Spitze Honshu, wo Japans Hauptinsel endet. Die Präfektur ist Japans größtes Apfelanbaugebiet, Heimat des donnernden Nebuta-Festivals, des UNESCO-Welterbes Shirakami Sanchi und der vulkanischen Oirase-Schlucht: weltklasse Ziele, die trotzdem einen Bruchteil der Kyoto-Besucherzahlen sehen. Wer in Tohoku nicht bei den bekannten Städten haltmacht, wird in Aomori belohnt.

Städte & Ortschaften

Aomori-Präfektur verteilt sich auf drei unterschiedliche Regionen, von der Küstenstadt Hachinohe bis zur Festungsstadt Hirosaki im Landesinneren.

Top-Sehenswürdigkeiten

Von UNESCO-Buchenwäldern bis zu jahrtausendealten Jōmon-Stätten: Aomoris bekannteste Ziele verteilen sich über die gesamte Präfektur und verdienen eigene Planungszeit.

Geheimtipps

Aomoris abgelegenere Ecken belohnen neugierige Reisende, von einem heiligen Vulkankrater auf der Shimokita-Halbinsel bis zu einem unwirklich blauen See tief im UNESCO-Buchenwald.

Beste Reisezeit

Aomoris Jahreszeiten sind klar ausgeprägt: Kirschblüten und Festivals rahmen einen kurzen, intensiven Sommer, während der Winter weite Teile der Präfektur unter Schnee und Minustemperaturen legt.

Frühlingharu

Apr – Mai8–18°CViele Besucher
  • Kirschblüten-Höhepunkt Ende April im Hirosaki Park
  • Kirschblütenfest Hirosaki zieht rund 2 Millionen Besucher an
  • Juniko-Seen und Shirakami-Wanderwege öffnen ab Ende April wieder

Sommernatsu

Jun – Aug20–28°CViele Besucher
  • Nebuta-Festival in Aomori City, 2.–7. August, über 3 Millionen Besucher
  • Hirosaki Neputa-Festival läuft vom 1.–7. August
  • Angenehme Temperaturen um 23°C, kühler als der Rest Japans

Herbstaki

Sep – Nov8–20°CMäßig besucht
  • Oirase-Schlucht Laubfärbung Mitte Oktober bis Anfang November
  • Hakkoda-Seilbahn bietet beste Herbstpanoramen um Mitte Oktober
  • Juniko-Seen bis Ende November zugänglich, dann Winterschließung

Winterfuyu

Dez – Mär-4–5°CWenig Besucher
  • Starker Schneefall besonders in der Tsugaru-Region
  • Januar und Februar mit vielen Tagen unter null Grad
  • Ruhigste Reisezeit: Onsen und Winterlandschaft ohne Massen

Empfohlene Reiserouten

Ob langes Wochenende oder volle Woche: diese Routen verbinden Aomoris Highlights ohne unnötige Umwege.

Häufige Fragen

Wie komme ich von Tokio nach Aomori-Präfektur?

Der Tohoku-Shinkansen shinkansen guide fährt von Tokyo Station nach Shin-Aomori in rund 3 Stunden 20 Minuten. Von Shin-Aomori bringt dich die Ou-Linie in 5 Minuten weiter nach Aomori Station. Der jr pass guide deckt diese Strecke ab und lohnt sich besonders bei mehreren Stopps in Tohoku. Fahrpreise und Zeiten vor der Reise prüfen. [AFFILIATE:de:booking:aomori-hotels]

Wann findet das Nebuta-Festival in Aomori statt?

Das Aomori Nebuta-Festival läuft jährlich vom 2. bis 7. August und zieht über 3 Millionen Besucher an. Hirosaki hält sein Neputa-Festival vom 1. bis 7. August ab. Unterkunft unbedingt Monate im Voraus buchen; während der Festivalwoche sind Zimmer in der gesamten Präfektur schnell ausgebucht.

Wann blühen die Kirschbäume in Aomori?

Kirschblüten erreichen in Aomori ihren Höhepunkt Ende April, später als in den meisten anderen Teilen Japans. Hirosaki Park mit seinen 2.500 Bäumen ist das Hauptziel; das Kirschblütenfest läuft von Ende April bis Anfang Mai und zieht rund 2 Millionen Besucher an.

Ist Aomori im Winter einen Besuch wert?

Für Wintersport und Onsen ja, für Natursehenswürdigkeiten eher nicht. Oirase-Schlucht und die Juniko-Seen sind weiterhin erreichbar, aber viele Wanderwege sind gesperrt. Die Tsugaru-Region auf der Japanischen-Meer-Seite bekommt schwere Schneefälle; Januar und Februar bringen häufig Minustemperaturen.

Was ist Shirakami Sanchi und wie komme ich dorthin?

Shirakami Sanchi ist ein 130.000 Hektar großes Buchenwald-Gebirge, das sich über Aomori und Akita erstreckt, seit 1993 UNESCO-Welterbe. Ab JR Hirosaki Station fährt der Konan-Bus (Shirakami-Linie) in rund 2 Stunden 10 Minuten zum Besucherzentrum (Preis ca. ¥1.850; aktuellen Tarif vor der Reise prüfen). Das Kerngebiet des Welterbes erfordert eine Genehmigung; viele Wanderwege sind von Ende November bis April/Mai geschlossen.

Welche Gerichte sollte ich in Aomori probieren?

Aomori ist Japans größtes Apfelanbaugebiet, und Apfelprodukte aller Art sind allgegenwärtig. Beim Furukawa-Fischmarkt in Aomori City kannst du dir beim Nokkedon für rund ¥2.000 (12-Ticket-Gutschein; aktuellen Preis vor Ort erfragen) eine eigene Meeresfrüchte-Reisschüssel zusammenstellen. Hachinohe gilt als eine der besten Fischadressen der Region.