Tottori ist Japans bevölkerungsärmste Präfektur, und genau das macht sie so lohnend. Entlang der Küste des Japanischen Meeres erstrecken sich die Tottori-Sanddünen, Japans größtes Dünenfeld, auf rund 16 Kilometern. Doch die Präfektur hält weit mehr bereit: die Ruinen der Tottori-Burg, die zerklüftete Uradome-Küste, die Edo-zeitlichen Kaufmannsgassen von Kurayoshi, den unmöglich in eine Steilwand gebauten Tempel Mitokusan Sanbutsuji und den erloschenen Vulkan Daisen, mit 1.709 Metern der höchste Gipfel der Chugoku-Region.
Städte & Ortschaften
Tottori erstreckt sich schmal entlang der Küste; die wichtigsten Städte liegen verstreut von Ost nach West.
Tottori
Hauptstadt der Präfektur: Ausgangspunkt für die Sanddünen, die Burgruine und die Uradome-Küste
Sanddünen & Burgruine
- Tottori-Sanddünen
- Burgruine Kyusho Park
- Uradome-Küste

Kurayoshi
Edo-zeitliche Kaufmannsgassen mit weißgekalkten Lagerhäusern und einem chinesischen Garten; kaum Touristen
Weiße Lagerhäuser
- Weiße Lagerhäuser
- Enchoen-Garten
- Ausgangspunkt Mitokusan
Yonago
Westliches Tor der Präfektur: Bahnknotenpunkt und Sprungbrett für den Daisen
Tor zum Daisen
- Daisen-Zugang
- Minatoyama Park
- Bahnknotenpunkt
Top-Sehenswürdigkeiten
Tottori bietet Landschaften und Bauwerke, die es in dieser Form nirgendwo sonst in Japan gibt.

Japans einzige Wüstenlandschaft in großem Maßstab: 16 Kilometer Dünen entlang des Japanischen Meeres mit Kamelreiten, Paragliding und beeindruckenden Windmustern im Sand

Edo-zeitliche Burgüberreste über der Präfekturhauptstadt: Steinmauern, Gräben und einer der schönsten Kirschblütenplätze der Region

Mit 1.709 Metern der höchste Gipfel der Chugoku-Region, wegen seiner Silhouette auch 'Hoki Fuji' genannt, mit Wanderwegen durch Buchenwälder

Zerklüftete Felsküste im San'in Kaigan Nationalpark, seit 1927 als eines der 100 schönsten Landschaftsbilder Japans gelistet, mit Bootsfahrten durch türkisblaues Wasser
Geheimtipps
Drei stille Winkel in Tottori, die kaum ein ausländischer Reisender kennt.
Geheimtipp15 Kilometer zerklüftete Steilküste mit kiefernbewachsenen Felseninseln östlich von Tottori City. Eine Bootstour enthüllt Meereshöhlen und bizarre Felsformationen
GeheimtippEin weitgehend intakt erhaltenes Edo-zeitliches Kaufmannsviertel. Weiß verputzte Lagerhäuser beherbergen heute Sake-Brauereien, Sojasoßenhersteller und Handwerkscafés
GeheimtippEin Tempelgebäude in einer senkrechten Steilwand. Japans gefährlichster Nationalschatz ist nur über einen steilen Bergpfad erreichbar
Beste Reisezeit
Tottori hat vier klar ausgeprägte Jahreszeiten; die Winter entlang der San'in-Küste sind schneereich, die Sommer warm und feucht.
Frühlingharu
Mär – Mai10–22°CMäßig besucht
Frühlingharu
- Kirschblüte Anfang bis Mitte April an der Tottori-Burgruine
- Angenehme Temperaturen für den Tempelaufstieg am Mitokusan
- Wandersaison am Daisen ab Ende April
- Golden Week bringt Andrang an den Sanddünen
Sommernatsu
Jun – Aug20–30°CViele Besucher
Sommernatsu
- Badesaison an der Uradome-Küste
- Regenzeit bis Anfang Juli
- Sanddünen auf ihrem heißesten
- Wanderhochsaison am Daisen
Herbstaki
Sep – Nov10–22°CMäßig besucht
Herbstaki
- Herbstlaub am Daisen und in Misasa Ende Oktober bis Mitte November
- Ruhigere Sanddünen
- Ideale Bedingungen für den Tempelaufstieg am Mitokusan
- Leichtes Taifunrisiko bis Oktober
Winterfuyu
Dez – Feb0–8°CWenig Besucher
Winterfuyu
- Schnee am Daisen; Skifahren möglich
- Sanddünen gelegentlich unter Schnee
- Onsen-Saison in Misasa
- Krabbensaison in den Küstenhäfen
Empfohlene Reiserouten
Von einem schnellen Dünenausflug bis zur mehrtägigen Erkundung der San'in-Küste.
Häufige Fragen
Wie komme ich von Tokyo oder Osaka nach Tottori?
Von Osaka: JR Limited Express Super Hakuto fährt direkt nach Tottori (ca. 2,5 Stunden). Von Tokyo: Shinkansen bis Okayama, dann JR Limited Express Super Inaba weiter nach Tottori (ca. 2 Stunden). Alternativ fliegt ANA von Haneda nach Tottori Airport in rund 1 Stunde und 15 Minuten; Preise und Zeiten vor der Reise prüfen.
Sind die Tottori-Sanddünen wirklich wie eine Wüste?
Optisch schon: kilometerlange Sandhügel mit Windmustern, gelegentlichem Kamelreiten und Paragliding. Der Eintritt ist kostenlos. Das Sand Museum in der Nähe zeigt wechselnde Ausstellungen großformatiger Sandskulpturen (ab April geöffnet, Eintritt kostenpflichtig; aktuelle Preise vor Ort prüfen). Im Sommer wird der Sand sehr heiß: festes Schuhwerk empfohlen.
Wie gefährlich ist der Aufstieg zum Nageiredo-Tempel am Mitokusan?
Der Pfad ist steil und verlangt Trittsicherheit; Sandalen sind nicht erlaubt, Strohsandalen werden vor Ort verliehen. Bei schlechtem Wetter kann der Trail gesperrt sein. Wer den Aufstieg schafft, steht vor einem der eindrucksvollsten Bauwerke Japans: einem Tempelgebäude, das scheinbar in eine senkrechte Felswand geworfen wurde.
Wofür ist Tottori bekannt?
Vor allem für die Sanddünen, Japans einziges großes Dünenfeld. Dazu: Mount Daisen (höchster Gipfel der Chugoku-Region), die zerklüftete Uradome-Küste, Misasa Onsen und das Edo-zeitliche Lagerviertel in Kurayoshi.
Wie viele Tage sollte ich für Tottori einplanen?
Ein Tag reicht für die Sanddünen als Tagesausflug. Zwei Tage erlauben Dünen plus Misasa Onsen oder Kurayoshi. Drei Tage ermöglichen eine Runde durch die gesamte Präfektur: Küste, Tempel, Daisen.
Ist der JR Pass für eine Reise nach Tottori sinnvoll?
Das hängt von der Gesamtroute ab. Der Super Hakuto von Osaka ist JR-Pass-kompatibel; wer Tottori mit Kyoto, Hiroshima oder anderen Stationen kombiniert, kann gut rechnen. Für eine reine Tottori-Reise lohnt sich der Pass meist nicht.







