Okinawa ist Japans einziges subtropisches Bundesland — ein über 1.000 Kilometer langer Bogen aus mehr als 160 Inseln, der bis 1879 das unabhängige Ryukyu-Königreich bildete. Die meisten Reisenden landen auf der Hauptinsel, wo Nahas Kokusai-dori und das rekonstruierte Shuri Castle den urbanen Einstieg bieten. Doch das eigentliche Okinawa liegt vor der Küste: die Tauchgründe der Kerama-Inseln, der weiße Sandstreifen von Kume Island, der UNESCO-geschützte Dschungel von Iriomote und das korallensteinerne Dorf Taketomi Island — seit dem 19. Jahrhundert kaum verändert.
Städte & Ortschaften
Die Hauptinsel bietet den urbanen Einstieg — von der Hauptstadt Naha bis zum nördlichen Tor zum Yambaru-Dschungel.
Top-Sehenswürdigkeiten
Ryukyuanische Burgruinen, Korallenriffe und Japans berühmtestes Aquarium — die bekanntesten Anlaufpunkte Okinawas auf einen Blick.
Geheimtipps
Drei Ecken Okinawas, die selbst japanische Reisende selten erreichen — abseits der bekannten Strände und Aquarien.
Beste Reisezeit
Okinawa ist ganzjährig subtropisch warm — aber Taifunsaison und ein eigener Kirschblütenkalender machen den Reisezeitpunkt entscheidend.
Frühlingharu
Mär – Mai18–25°CMäßig besucht
Frühlingharu
- Trockene Endphase — Strandwetter ohne Massen
- Kirschblüten bereits ab Ende Januar (früheste in Japan)
- Meer bis April noch kühl
- Golden Week bringt Gedränge auf der Hauptinsel
Sommernatsu
Jun – Aug27–32°CViele Besucher
Sommernatsu
- Hochsaison für Schnorcheln und Tauchen
- Tsuyu-Regenzeit bis Anfang Juni
- Taifunrisiko steigt ab Ende Juli
- Inlandstourismus auf dem Höhepunkt
Herbstaki
Sep – Nov22–29°CWenig Besucher
Herbstaki
- Taifunrisiko noch bis Oktober
- Meer bleibt warm — lange Taucherssaison
- Günstigere Preise, weniger Besucher
- Kaum ausländische Touristen
Winterfuyu
Dez – Feb15–20°CWenig Besucher
Winterfuyu
- Mildeste Winter in ganz Japan
- Walbeobachtung vor den Kerama-Inseln
- Kirschblüten ab Ende Januar
- Ruhiger als alle anderen japanischen Reiseziele
Empfohlene Reiserouten
Eine Inselgruppe intensiv erkunden oder drei in einer längeren Reise verbinden — hier sind die bewährtesten Routen.
Häufige Fragen
Gehört Okinawa zu Japan?
Seit 1879 — kulturell ist es jedoch eine eigene Welt. Das Ryukyu-Königreich existierte jahrhundertelang unabhängig, mit eigener Sprache, Küche und Architektur. Diese Identität ist bis heute sichtbar.
Wie kommt man nach Okinawa?
Direktflüge von Tokyo, Osaka und Fukuoka nach Naha dauern etwa 2–3 Stunden — aktuelle Flugzeiten beim Anbieter prüfen. Von Naha aus erreicht man Ishigaki und die Yaeyama-Inseln per Inlandsflug. Fähren ab Nahas Tomarin-Terminal bedienen die Kerama-Inseln (ca. 50 Minuten nach Zamami) und Kume Island.
Wie viele Tage sollte man für Okinawa einplanen?
Fünf Tage reichen für die Hauptinsel plus einen Tagesausflug zu den Kerama-Inseln. Wer Ishigaki, Iriomote oder Taketomi sehen möchte, sollte mindestens eine Woche einplanen. Für mehrere Inselgruppen sind zehn Tage sinnvoll.
Wann ist die beste Reisezeit für Okinawa?
Ende April bis Mai sowie Oktober und November bieten das beste Verhältnis aus Wetter und Besucherzahlen. Von Ende Juli bis September besteht erhöhtes Taifunrisiko. Im Winter sind die Temperaturen mild und Walbeobachtung vor den Kerama-Inseln möglich — für Schwimmen ist das Meer dann jedoch zu kühl.
Welche Insel in Okinawa ist die richtige für mich?
Das hängt vom Reisestil ab. Die Hauptinsel eignet sich für Geschichte und einfache Erreichbarkeit. Die Kerama-Inseln bieten kristallklares Wasser auf einem Tagesausflug. Ishigaki ist die Basis für die Yaeyama-Gruppe. Iriomote für Dschungel und Natur, Taketomi für das traditionelle Ryukyu-Dorf.
Brauche ich für Okinawa einen JR Pass?
Nein. Der jr pass guide deckt keine Flüge und keine Fähren ab — und genau die braucht man für Okinawa. Auf der Hauptinsel gibt es ein Stadtbahnnetz (Yui Rail) in Naha, ansonsten empfiehlt sich ein Mietwagen. Für Inseln wie Ishigaki oder Iriomote sind Inlandsflüge ab Naha die übliche Verbindung.